Herstellungsprozess einer Glasskulptur

Schritt 1

Im ersten Schritt bringe ich das Modellierwachs mit speziellem Werkzeug in die gewünschte Form. Dabei überlege ich mir, ob und wie es sich später in Glas umsetzen lässt. Das Glas kann bei dünnen Stellen sehr leicht brechen.

 


Schritt 2

Im nächsten Schritt rühre ich eine spezielle Gipsmischung an und gieße sie so langsam wie möglich über das Wachsmodell. Dadurch werden Luftbläschen vermieden. Danach härtet der Gips aus.

 


Schritt 3

Wenn der Gips gut abgebunden hat, entferne ich den Holzkasten. Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten, das Wachs aus der Gipsform zu lösen:

 

1. Bei Reliefformen wird das Wachs einfach aus der Gipsform entnommen.

 

2. Bei plastischen Wachsformen findet das sogenannte „Wachsausschmelzverfahren“ Anwendung. Hierbei wird die Gipsform verkehrt herum über Wasserdampf platziert - das Wachs schmilzt und fließt heraus.

 

 

 

 

SChritt 4

Anschließend wird die Gipsform im Ofen getrocknet. Dabei wird der Ofen langsam auf ca. 810 °C erhitzt. Ein Formen-Vorbrand kann bis zu ca. 33 Std. dauern.

Dieses Verfahren wende ich an damit auch die letzten Wachsreste aus dem Gips verschwinden.

 

Schritt 5

 

Ist die Form ausgebrannt, fülle ich Glasgranulat oder Glasbrocken in die Gipsform. Jetzt stelle ich eine glasspezifische Schmelzkurve ein. Die Dauer eines Schmelzvorgangs hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab, und kann Stunden, Tage, Monate oder Jahre dauern.

 

 

 

 

 

 

Schritt 6

Ist der Schmelzvorgang beendet, entnehme ich die Formen und klopfe mit Eisen und Beitel den Gips vorsichtig vom Glas ab. Dabei ist es immer spannend und aufregend zu sehen, ob das Glas die Form vollständig ausfüllt. Nun wird die Glasskulptur noch gesäubert, geschliffen und zum Schluss poliert.